Alkohol macht dick – stimmt das?

Ein Gläschen in Ehren kann keiner verwehren! 

Wer kennt solche Sprüche nicht?! Aber ist Alkohol denn jetzt wirklich ungesund?

Fakt ist: Alkohol ist ein Lebergift dessen chemische Verbindung sich Ethanol nennt.

Während die tödliche Wirkung auf Bakterien erwünscht ist und in der Medizin gefeiert wird, freut sich unsere Leber leider gar nicht über diesen Effekt. Wer zu häufig und zu viel Alkohol zu sich nimmt, kann süchtig werden und seine Leber dauerhaft schädigen.

Aber auch für unseren Körperfettanteil ist Alkohol nicht gerade förderlich: 1 g Alkohol enthält 7 kcal. Zum Vergleich: Kohlenhydrate und Eiweiße enthalten pro Gramm ca. 4 kcal. Getoppt wird Alkohol nur von reinem Fett, welches mit 9 kcal pro Gramm daherkommt.

Zudem kommt Alkohol meist nicht alleine. Die gesellige Flüssigkeit bringt meist Freude mit in Form von Zucker und Getreide.
Cocktails schmecken am Besten mit viel Sirup und Zucker oder auch Sahne, Bier enthält jede Menge Hefe. Und beides somit jede Menge Kalorien.

Zusätzlich regt Alkohol den Appetit an und so wird Alkohol gerne mit hochkalorischen Lebensmitteln wie Pizza, Fritten, Würstchen, Chips, Burgern & Co. hinuntergespült.
Und so kommen an einem feucht fröhlichen Abend jede Menge Kalorien zusammen.
Wenn man dann mal überlegt, dass man ca. 7000 kcal verbrennen oder einsparen muss um 1 KG Fettmasse zu verlieren und wir bei einer schnellen Runde Joggen gerade mal 400-600 kcal pro Stunde verbrennen, sollte man sich jedes Glas ruhig zweimal durch den Kopf gehen lassen.

Aber auch auf hormoneller Ebene vermiest uns Alkohol den Trainingserfolg:
Alkohol stellt für den Körper ein Gift dar, weshalb der Körper die Verarbeitung anderer Nährstoffe erst mal auf später verschiebt und sich auf den Abbau des Alkohols zu konzentrieren.
Da durch leckere Getränke wie oben beschrieben die Insulinausschüttung erhöht wird, was wiederum die Zellen „öffnet“, haben Fett und Zucker freie Fahrt in die Zellen und unsere Fettpölsterchen erfreuen sich neuer Dimensionen. 🙂
Das Gift mit dem Namen „Alkohol” löst eine Stresssituation im Körper aus, denn das Gift stellt eine Bedrohung für die  Gesundheit dar. Als Folge wird Testosteron gesenkt und Cortisol erhöht, was wiederum die Fetteinlagerung vor allem in der Bauchgegend erhöht. (Das böse viszerale Bauchfett)

Zudem wird das Immunsystem gedrosselt, denn in Stresssituationen bleibt keine Zeit für Reparaturprozesse. Bakterien und Viren haben in solchen Momenten leichtes Spiel.

Sieht man ja oft an Karneval, wenn die Besoffenen nach den jecken Tagen erst mal ihre Erkältung auskurieren müssen.

Zum Schluss soll noch erwähnt werden, dass Alkohol die Regeneration drosselt, was unser Training negativ beeinflusst und somit wiederum unseren Trainingserfolg.

Fazit: Wer auf seine Gesundheit, Fitness und sein Gewicht wert legt, sollte Alkohol nur in Ausnahmesituationen genießen.
Ausnahmen sind nicht der wöchentliche Besuch in der Disco. 😉 Zudem kann man mit den richtigen Leuten in der richtigen Location auch durchaus eine gelungenen Abend ohne Alkohol erleben. Nur mit der bitteren Figur und weniger Kater am nächsten Tag.

PS: Und wie war das mit dem positiven Effekt von einem Glas Rotwein auf unsere Gesundheit?
Schön wäre es. Bei solchen Studien sollte man immer auch einen Blick hinter die Kulissen werfen: Wer hat die Studie durchgeführt? Wer hat sie finanziert und unter welchen Bedingungen fand diese statt?
Fakt ist: Die im Wein beinhalteten Polyphenole haben eine antioxidante Wirkung und das enthaltene Resveratrol ist ein ziemlich gesunder Bestandteil (Schutzmechanismus auf die Zellen und entzündungshemmend).
Fakt ist aber auch: Um einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit zu erhalten, müssten wir so viel Wein trinken, dass dann die negativen Effekte die positiven Effekte übersteigen würden.

Schade, wäre ja zu schön gewesen…

Prost!

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