Rückenschmerzen

Rückentraining bei Rückenschmerzen Fitness4me Personal Fitness Training

Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz! Oder etwa doch? Wie vielfältig Rückenschmerzen sein können.

In diesem Artikel erkläre ich Ihnen 

  • den Aufbau der Wirbelsäule
  • die Rückenmuskeln
  • Bänder der Wirbelsäule
  • Bandscheibenvorfall
  • Piriformissyndrom
  • Arthrose in den Facettengelenken 
  • Warum Sie Ihren Rücken keiner Laie anvertrauen sollten

 

Ein Fünkchen Wahrheit ist schon dran an dem Spruch „Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz!“. Aber das ist noch lange nicht alles. Das Thema Rückenschmerzen ist viel komplexer als man denkt.
Wieso sonst leiden fast Drei Viertel aller Berufstätigen unter Schmerzen im Kreuz?

Schauen wir uns den Rücken doch mal an.

Wirbelsäule: Sie bildet die knöchernde Mitte unseres Körpers und bringt nicht selten das ein oder andere Leid mit sich. Sie umhüllt das im Wirbelkanal liegende Rückenmark und ist verbunden mit dem Schädel und unserem Becken.

24 freie Wirbel und 23 Bandscheiben leisten volle Arbeit um uns zu stützen, den Rumpf zu rotieren, beugen und strecken sowie die Kraft von den Ober- in den Unterkörper zu leiten und umgekehrt. Unsere zentrale Mitte halt.

Muskeln: Um unseren Rumpf drehen, Seitwärtsbeugen, Strecken, Aufrichten und Aufrechthalten zu können, benötigt es ein Zusammenspiel der Muskeln

  • Trapezius
  • Latissimus
  • Rhomboideus major + minor
  • Serratus posterior superior + inferior
  • Levator scapulae

Bänder: Verschiedene Bänder mit unterschiedlicher Länge und Ansätzen erstrecken sich über die gesamte Länge des Rückens und stabilisieren die Wirbelsäule. 

Unser Rücken ist also ein komplexes System und leider anfällig für unterschiedliche Erkrankungen.

Um herauszufinden, welche Therapie für Sie geeignet und zielführend ist, muss erst mal diagnostiziert werden, was an diesem System verantwortlich für Ihre Rückenschmerzen ist.

Bandscheibenvorfall

Die wohl bekannteste Erkrankung ist wohl der Bandscheibenvorfall, bei dem der gallertartige Kern der Bandscheibe aus dem Bandscheiben-Faserring herausgedrückt wird und auf die Nerven drückt.
Die Schmerzen treten oft plötzlich auf, verstärken sich beim nach vorne beugen und der Schmerz zieht bis in das Bein hinunter und oft auch in den Fuß. 
Treten Lähmungserscheinungen auf (z.B. ist das Laufen auf den Hacken oder Zehen nicht mehr möglich ohne Kraftverlust), ist tatsächlich eine Operation induziert. 
Ist dies nicht der Fall, ist die Operation heute meist nicht mehr nötig. Manuelle Therapie und begleitete Bewegung reichen meist aus um den Bandscheibenkern wieder zurückzudrücken und dem Körper zu helfen, die ausgetretene Masse abzubauen. 

Meist entstehen Bandscheibenvorfälle, weil der Betroffene aufgrund z.B. fehlender Muskulatur und fehlendem Körpergefühl, seine Wirbelsäule in der Belastung nicht ausreichend stabilisieren konnte. Hier macht nicht nur in der Therapie sondern vor allem auch in Hinblick auf die Prävention neuer Bandscheibenvorfälle ein zielgerichtetes Training Sinn.

Bandscheibenvorfälle können übrigens in jeder der 23 Bandscheiben auftreten. 
Die meisten allerdings treten im Bereich des unteren Rückens (Lendenwirbelsäule) und des Nackens (Halswirbelsäule auf).

Piriformissyndorm

Manchmal zieht der Schmerz aber auch nur leicht in den Po und verläuft sich dann in der Beinrückseite. Dann ist oft nicht die Bandscheibe schuld, sondern der Piriformis-Muskel (Piriformis-Syndrom). Dieser kleine birnenförmige Muskel unter dem großen Gesäßmuskel kann ganz schön nerven, wenn er z.B. verspannt ist und dann auf den Ischias-Nerv drückt. 
Hier muss erörtert werden, was ihn so ärgert: Falsche Körperhaltung, zu viel gesessen, zu starke oder zu schwache Muskeln, schief gewachsene Wirbelsäule, ungewohnte Belastung…? Genau hier kann eine erfolgreiche Therapie dann angesetzt werden.

Muskelverspannungen

Verspannte Muskeln sind eh ein großes Thema. Wenn wir uns nicht ausreichend und vielfältig genug bewegen, Stress über die Muskulatur kompensieren oder das Körpergefühl verloren geht, stehen unsere Muskeln unter einer dauernden Anspannung. Dieser erhöhte Tonus im Muskel kann zu Schmerzen und Triggerpunkten führen. Eine Massage kann im akuten Fall gut tuen und entspannen. Als Therapie ist diese alleine aber nicht ausreichend. Das Abstellen der Ursache wie auch die Bewegungstherapie versprechen die effektivste Hilfe.
Gerade bei Triggerpunkten kann ergänzend der Physiotherapeut und Osteopath beeindruckende Ergebnisse liefern. 

Facettengelenksarthrose

Sind die einen Muskeln verspannt, andere dagegen zu schwach, die Körperhaltung die meiste Zeit des Tages nicht optimal, reiben die kleinen Facettengelenke der Wirbelsäule aneinander. Für diese ständige Reibung sind diese kleinen knöchernden Strukturen allerdings nicht gemacht. Es kommt zu Entzündungen und Abnutzungen: Diagnose Arthrose. Ja genau! Arthrose kann man nämlich in jedem Gelenk bekommen. Und unsere Wirbelsäule ist im Prinzip nichts anderes als viele kleine Gelenke aneinander gereiht. 
Typische Symptome sind der „Anlaufschmerz“ – also der Schmerz bei Bewegung, wenn man vorher eine Zeit gesessen oder gelegen hat- und der erhöhte Schmerz beim Rückbeugen des Rumpfes. 
Arthrose ist nicht heilbar. 
Das richtige Training, der Abbau von muskulären Dysbalancen und die Sensibilisierung einer physiologisch korrekten Körperhaltung jedoch können Verschlimmerungen verhindern und Symptome lindern.

 

Schon gewusst?! Weder der Knorpel in unseren Gelenken noch unsere Bandscheiben sind vorrangig dazu da, Stöße und Belastungen die auf unseren Körper stoßen, abzufedern. Sie helfen zwar mit, aber hauptsächlich sind es unsere Muskeln, die unseren Körper und unsere Gelenke schützen.

 

Sonstige Rückenerkrankungen

Neben diesen recht häufig auftretenden Erkrankungen, gibt es aber auch noch eine Menge anderer wie z.B. Wirbelgleiten, Muskuläre Dysbalancen, Morbus Scheuermann, Morbus Bechterew, Spinalkanalstenose u.v.m. 

Als erstes steht die Diagnose

Egal welches Rückenleiden Sie heimgesucht hat: Als erstes steht die Diagnose.
Direkt danach brauchen Sie einen kompetenten Partner an Ihrer Seite, der Ihnen zeigt welche Übungen in welcher Variation und mit welcher Intensität für Sie geeignet sind. 
Vertrauen Sie Ihrem Körper nicht irgendwem an. Denn wenn derjenige nicht genau weiß was er tut, kann er Ihrem Rücken mehr schaden als helfen.
Stellen Sie sich z.B. vor, ein zu hoher Tonus des Rückenstreckers ist verantwortlich für Ihre Rückenschmerzen. Wenn Sie jetzt an einen Trainer geraten der lediglich nach dem Prinzip „Rückenmuskeln stärken gegen Rückschmerzen“ arbeitet, würde Ihr eh viel zu angespannter Muskel noch stärker und angespannter! Der Tonus im Muskel steigt noch mehr an, die muskuläre Dysbalance wird noch ausgeprägter und Ihre Schmerzen verschlimmern sich. 

Was ein guter Personal Fitness Trainer für Sie tun kann

Ein guter Personal Fitness Trainer z.B. hat auch Fortbildungen zur Funktionsdiagnostik besucht und macht sich vor Trainingsbeginn ein Bild von Art der Beschwerde und des Rückenschmerzes, der Ursache der Beschwerde und überlegt sich dann ein zielgerichtetes Training unter Beachtung des gesamten Körpers und nicht nur der Rückenmuskeln.

Was meinen Sie, stimmen Sie jetzt noch dem Spruch „Ein starker Rücken kennt keinen Schmerz“ zu?

Sie leiden selbst unter Rückenschmerzen? Sie haben Fragen zu dem Thema? 
Hinterlassen Sie einen Kommentar oder schreiben Sie mir!

Ich freue mich auf Sie, Ihre Sabine

 

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